Folienkondensatoren „X2“

18.06.2026 23:42 #91615
Hallo Jürgen,
Kanuspezi schrieb:der Widerstand stieg bis zur Mitte stetig an, danach erreichte es nach wenigen Grad Drehen den Maximalwert.
das klingt nach der für Lautstärkesteller üblichen logarithmischen Kennlinie...

https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1011211.htm
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Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
19.06.2026 11:18 #91616
Hallo OC,
Es betraf zwar nicht die Lautstärke, sondern die Höhen, aber auch das Poti ist ja nicht linear, erinnert an eine S-Kurve. Getauscht und gut. Es ist stark von auszugehen, dass Gammel die Ursache ist.

Die Lautstärke meldete sich kurz später auch noch mit Totalausfall eines Kanals, der mit Krachen wieder einsetzte. Das Poti habe ich dann komplett zerlegt, alle Schleifbahnen schwarz, die Widerstandsbahn war noch nicht zerkratzt.
Alles gesäubert, ist eine ziemlich fummelige Arbeit, nun geht es wie neu. Ersatzteile werden auch immer weniger
Gruß Jürgen
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Viele Grüße aus Leipzig
19.06.2026 14:10 #91617
Was steht denn drauf auf dem Poti?
Es gehört ein lineares (47k1) rein.

Beste Grüße R.
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19.06.2026 18:20 #91618
Ich habe die LED-Platine auf die Variante der 1. Geräte "LED-Laufband" für Titelsuchlauf umgerüstet / komplettiert.
Gruss Jürgen

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20.06.2026 13:20 #91619
Ja schön Jürgen, das haben ja schon andere (mit unterschiedlichen Erfahrungen bezüglich geeigneter IC) gemacht.

Die 74HC-Dinger (TTL-kompatible CMOS, zum Zeitpunkt der Entwicklung des SKR55x im RGW noch nicht verfügbar, erst ab ca. 1988) scheinen zu funktionieren.

Was steht denn nun für eine Bezeichnung auf dem Höhen-Poti?

Grüße R.
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20.06.2026 16:55 #91620
das Thema für das Poti gab es schon mal hier:

poti 3B47k Linar oder Logarithmisch??

die Qualität meines Fotos ist ähnlich schlecht,

IMG_1147.jpg

ich würde es auf 3B47kΩ deuten, so wie das von Axel, nur "linear" konnte ich nicht so recht bestätigen ;-)

Das mit dem Lauflicht und den dafür geeigneten IC's war eine längere Suche mit Zufallstreffer.

Gruß Jürgen
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20.06.2026 17:54 #91621
Von der Bezeichnung her soll es linear sein. Aber wer weiß, vielleicht ist bei der Produktion etwas schiefgegangen oder der Hersteller hat den neumodischen Code der Bezeichnung nicht begriffen.

Zum Lauflicht, soweit ich mich erinnere hatte sich ein ehemaliges Forenmitglied vor Jahren mal so geäußert, dass in der Schaltung ein Fehler ist, der so auch in das Layout umgesetzt wurde, weshalb viele IC nicht wie gewünscht funktionieren. Ob das nun so war oder nicht...

Dafür spricht, dass die Geschichte in der Serienproduktion nie umgesetzt wurde. Womöglich hat jemand ein Nullseriengerät (es gab da ja einen sehr schicken verchromten) und kann den mal auf diese Funktion testen.

EDIT - Hier der Link zum 6 Jahre alten Faden:

Reperaturbericht Yammi's SKR550

Grüße R.
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20.06.2026 19:31 #91622
Mit den Potis läuft es erstmal

der Verlinkte Beitrag ist interessant, hatte mich damals noch nicht ans Lauflicht getraut und Avi hatte erst später die 3. Trennstelle benannt.
Nun stammt seine Platine ursprünglich vom 551

bei meinem Umbau hatte ich mich an diesem Beitrag gehalten, alles gut und nachvollziehbar beschrieben

hosting118964.a2f7e.netcup.net/rft/skr550-led.htm

bei den IC‘s hatte ich letztendlich mit den russischen 555LA Glück, die du auch in deiner Ersatzteilkiste hast. Die auf meinem Foto abgebildeten wollten nicht im Takt blinkern

gruss Jürgen
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Viele Grüße aus Leipzig
20.06.2026 22:33 #91623
Ja, der HC war schon im Nachbarforum durchgefallen.

Es ist eine zickige Schaltung.

Bei dem Link fehlt der vordere Teil (HTTPS), ich konnte ihn aber ergänzen. Mein Browser stellte dann fest, dass er zu einer "unsicheren Seite" führt. Ich habe diese Einschätzung ignoriert...

Dort wurden seltsamerweise die HC-Typen empfohlen.
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21.06.2026 07:40 #91624
Die Warnmeldung wurde mir auch angezeigt und ignoriert…
Der „HC Empfehlung“ bin ich zunächst auch gefolgt, alle durchgefallen, bis ich glücklicherweise die Russen im Einkauf hatte, die laufen
Einen schönen Sonnigen Sonntag
Gruß Jürgen
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Viele Grüße aus Leipzig
21.06.2026 09:30 #91625
Wenn jemand da was hat kann er mal "HCT" (High Speed CMOS TTL compatible) probieren, die sollen (weitgehend) kompatibel zu den "LS" (Low Power Schottky) sein.

Im RFT-Katalog 1988 waren einige "U74HCTxx" enthalten (jedoch kein "03";) allerdings habe ich noch nie einen gesehen und kenne auch kein RFT-Gerät, in dem diese verbaut waren.
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22.06.2026 13:50 #91626
Hallo

Reperaturbericht Yammi's SKR550

Das waren noch Zeiten , als ich den SKR550 reparierte . Heut zu Tage macht sich bei mir das Alter bemerkbar, man kann einfach nicht mehr alles mehr so einfach machen .

Gruß Retro
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23.06.2026 11:56 #91627
Hallo Retro,
Ich wünsche dir beste Lebensfreude und Gesundheit. Ja mit dem „nachlassen…“ da müssen wir uns wohl alle abfinden, früher oder später kommts.

Ich habe hier den Link zu den Funktionierenden

https://www.mos-electronic-shop.de/geprft-p-3742.html

Versand als Warensendung ist moderat.

dann habe ich zufällig den Schaltplan aus dem Datenblatt A2000 gesehen

IMG_1158.jpeg

im Vergleich zum SKR550 unterschiedlich


Am Eingang der Koppel Kondensator C1217 mit nur 0,47 statt 2,2uF
Und auch zwischen Pin 8 und 4 bzw. 10 und 2 des A2000,
Der R1,2k ist gleich, zweigt aber hinter dem großen Elko C1224 ab.
aber der Elko C1222 zum Pin4 ist mit 100uF halb so groß.
Man wird sich damals was dabei gedacht haben, warum man nicht den Schaltplan des Datenblatt übernommen hat.

Gruß Jürgen
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23.06.2026 12:05 #91628
… und der SKR700

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Viele Grüße aus Leipzig
23.06.2026 13:46 #91629
Hallo Jürgen,

diese TDA20xx (A2000 = TDA2004) sind generell Leistungs-Operationsverstärker. Entweder einfache (wie z. B. der MDA2020, A2030 oder TDA2050) oder doppelte (wie A2000/2005 oder TDA2009).

C1222 realisiert die Gleichspannungsgegenkopplung am invertierenden Eingang. Seine erforderliche Größe hängt von der übrigen Beschaltung der Gegenkopplung ab. Ist er zu klein steigt die untere Grenzfrequenz des Verstärkers, sprich die Tiefen werden abgeschwächt. Das kann wegen Resonanzen des Lautsprechers und/oder Gehäuses durchaus beabsichtigt sein.

Ähnliches gilt für die Koppel-C an Ein- und Ausgang. Der wurde z. B. im SKR7xx bewusst klein gehalten, ansonsten würde diese vollgestopfte Kiste noch mehr dröhnen.

Zur Funktionsweise von Operationsverstärkern (die im Grundsatz immer wieder gleich ist) gibt es viele schöne Seiten im Netz. Gute alte und verständliche Analogtechnik.

Beste Grüße R.
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03.08.2026 16:17 #91762
Hallo OC,

um das Thema abschließend zu beschreiben,
wie alle vornweg gesagt haben, viel brachte es nicht.

Zum Probieren war die Platine ausgebaut und externe Canton Regallautsprecher angeschlossen.
Da wo Elko gegen Kondensator getauscht wurde, war der "Radio-Zweig", Frequenzmessung der "Phono-Zweig", klar kann man da keine Änderung messen.
Denn Koppelkondensator hatte ich glaube bei 1µF gelassen, also Luft zu den 2µF

Wo man gravierend was beeinflussen konnte, war der Kondensator am Bassregler, sowie Lautstärkeregler.
Bei letzterem hatte ich den orig. Wert belassen und am Bass von 47 auf 33nF, damit die Kurve nach 200Hz anzuheben und das Tal ausgleichen.

Kondensatortausch Klang.jpg

Das Feintuning kann man nur mit den eingebauten Lautsprechern machen, da die externen Canton einen anderen Frequenzlauf habe.
Eingebaut sind Visaton FR13 und Hochton diese hier

Hochton.jpg

damit ist das Thema abgeschlossen

Gruss Jürgen
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Viele Grüße aus Leipzig
03.08.2026 21:31 #91770
Hallo Jürgen,

Welcher Koppel-C ist gemeint? Der zum HT? Bei dem halte ich 1uF (und auch 2uF) für deutlich zu knapp.

Grüße - R.
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04.08.2026 12:26 #91775
es ist der zum HT,
im Schaltplan unten rechts rot eingezeichnet.

Alternativ wären 3,3µF dann würde der HT bei etwas höheren Frequenzen einsetzen..
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Viele Grüße aus Leipzig
04.08.2026 14:46 #91777
Nee Jürgen, bei tieferen.

In den Röhrenradios wurden bei vergleichbaren Lautsprecherimpedanzen zwischen 4 und 20uF verwendet. Oft die schönen unverwüstlichen prismatischen Metallpapierkondensatoren.

Grüße R.
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04.08.2026 16:55 #91781
Hallo OC,

upps, da hatte ich einen Dreher in der Formel.

Der Hauptlautsprecher von VISATON ist ein 4 Ohm, der HT soll 8 Ohm haben.

Da mein Bluetooth Modul sich einen "Brumm" einfängt, will ich eh den SKR nochmal öffnen, dann könnte ich einen 6,8µF zum Probehören einbauen. Hab noch was da.

IMG_1483.jpg



Google antwortet gern mit KI und hat mir auf die Schnelle mit diesem Text geantwortet, wer mitlesen will...

Einen Hochtöner mit einem Kondensator zu trennen, erzeugt einen einfachen Hochpassfilter (6 dB pro Oktave), schützt den Lautsprecher vor tiefen Tönen und lässt sich durch die Wahl der Kapazität in Mikrofarad (μ F) anpassen. [1, 2]
Grundschaltung und Funktion
  • Reihenschaltung: Der Kondensator wird immer in Reihe (in die Plusleitung +) vor den Hochtöner geschaltet.
  • Filterwirkung: Er blockiert tiefe Frequenzen und lässt nur hohe Frequenzen zum Hochtöner durch.
  • Flankensteilheit: Ein einzelner Kondensator filtert mit einer Flachheit von 6 dB pro Oktave ab der Trennfrequenz. [1, 2, 3]
Richtwerte für Kapazitäten
  • Faustformel: Kleinere Kapazitätswerte (μ F) trennen bei höheren Frequenzen; größere Werte lassen mehr Mitten durch. [1]
  • Beispiele (an 4–8 Ohm):
    • ca. 3,3 μ F bis 4,7 μ F: Hohe Trennung (oft ab ca. 3.000–5.000 Hz)
    • ca. 10 μ F: Mittlere Trennung (ca. 4.000 Hz bei 4 Ohm)
    • ca. 22 μ F: Sehr tiefe Trennung (Vorsicht vor Überlastung des Hochtöners durch zu viel Bassanteil). [1]
Praktische Umsetzung (Normwerte)
Da es Kondensatoren nicht in jedem exakten Wert gibt, greift man auf die nächstgelegenen Standard-Bauteile (E-Reihe) zurück. Nutze am besten hochwertige, bipolare Tonfrequenz-Elkos oder noch besser Folienkondensatoren (MKT oder MKP):
  • Für 3.000 Hz: Nutze einen 6,8 µF Kondensator (die Trennfrequenz rutscht dadurch minimal auf ca. 2.925 Hz).
  • Für 4.000 Hz: Nutze einen 4,7 µF Kondensator (die Trennfrequenz rutscht dadurch leicht auf ca. 4.230 Hz).
✅ Ergebnis
Für eine Trennung deines 8-Ohm-Hochtöners bei ca. 3.000 Hz kaufst du am besten einen Kondensator mit 6,8 µF, für ca. 4.000 Hz einen mit 4,7 µF.
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