Höhenanhebung mit OpAmp

21.11.2025 20:05 #90497
ich habe auch so ein Sonneberg Radio aus der Zeit, mit ECH81 im UKW Teil und UEL51 als NF Röhre, die Empfindlichkeit auf UKW ist da nicht überzeugend..

Wie sieht es mit den zwei UC92 in deinem Weimar aus?

Rolf
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22.11.2025 12:04 #90498
Gut, für einen Mittelsuper sehr gut. Jedes Radio, das bei mir Antenne Brandenburg auf 98,6 MHz mit eingebauter Antenne rauschfrei empfangen kann überzeugt. Der Weimar gehört dazu.

Neumodische "Fernost-Radios" scheitern allesamt, mit Ausnahme einiger Autoradios.
Selbst mein teurer Y*m*h*-Receiver ist zwar gut auf DAB, aber höchstens Mittelmaß auf UKW. Der Vorgänger von K*nw**d war da um Welten besser.

UKW-mäßig unerreicht - der Degen 1203. Der empfängt (mit eingebauter Teleskopantenne) sogar Radio Poznan aus mehr als 300km Entfernung. Freilich mit Schwunderscheinungen.

Ich habe noch einen Zwinger 7 mit ECH81 im Tuner, der rauscht etwas mehr als der Weimar, geht dennoch erstaunlich gut.

Für einen Freund hatte ich einen Olympia 552WU aufgearbeitet, der ist mit seinem Flankengleichrichter katastrophal auf UKW. Zudem funktioniert sein schönes magisches Auge (EM11) nur auf AM. Was man sich wohl dabei gedacht hat in den Sachsenwerken? Zumal sein Vorgänger 551WU einen ordentlichen Ratiodetektor mit EABC80 an Bord hatte.

Grüße R.
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Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
23.11.2025 16:19 #90505
Wo wir beim Thema sind - welche Phono Radio Geräte hat eigentlich die DDR hergestellt?
Ich habe überlegt mir so ein Gerät zuzulegen, bin mir aber nicht sicher ob sich das qualitativ vom Plattenspieler lohnt.

Bin gespannt auf eure Erfahrungen.

Grüße Roman
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23.11.2025 17:18 #90506
https://www.radiomuseum.org/r/stern_roch_juwel_2_phono.html

https://www.radiomuseum.org/r/rema_rema_phono_2080.html

Das ist einer in der Klasse deines Gerätes

Rolf

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/rft-stereo-set-4001-1-bastler-ersatzteilspender/3214948201-172-21340

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/radio-plattenspieler-rema-2003-ddr/3239790083-172-7419

und wen es richtig nostalgisch sein soll,

http://edi.bplaced.net/?Edi%60s_Specials___Special%3A_Anfang_50er%2C_DDR-_Umbau%2FEigenbau-Superhets___Weltfunk-_Phonotruhe_bei_www.radiotruhe.de

kannst du so einen Schrank bei mir abholen, nur für Schellack Platten und mit Filius UKW Einbau Super UKV 841E.

Rolf

Zuletzt bearbeitet: 23.11.2025 23:31 von RPF

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23.11.2025 20:29 #90507
Bei den Plattenspielern ist Vorsicht angesagt, die Kristallabtaster sind meist hinüber und leider durch nichts zu ersetzen.

Es gab noch einige andere Radios mit eingebautem Plattenspieler.

U. a. als Röhrengeräte Gerufon Phonala 53W aus Quedlinburg, 8E156 Diamant Phono aus Staßfurt, 7E81 oder Juwel Phono aus Rochlitz, Intimo Phono oder Saalburg Phono aus Sonneberg, Olympia 573 Phono oder Oberon Phono aus Dresden, Rema 2001/2080 aus Stollberg. Dazu noch einige Musiktruhen wie die 8E152 Rheingold und 10E153 Tannhäuser aus Staßfurt oder die von Rolf verlinkte.

Ende der 50-er Jahre wurden im Osten sehr viele verschiedene Radios von x VEBs, privaten und halbstaatlichen Firmen hergestellt.

Später dann Transistorgeräte wie Junior Phono aus Sonneberg oder die von Rolf verlinkten Stereoset-Kombinationen aus Radeberg.

Schlussendlich dann die Kompaktanlagen SC1900/1920 aus Sonneberg mit überwiegender IC-Bestückung.

Grüße R.
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Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
23.11.2025 23:48 #90512
Danke OC für die Auflistung, da sind wirklich interessante Geräte dabei.
RPF schrieb:
und wen es richtig nostalgisch sein soll,

http://edi.bplaced.net/?Edi%60s_Specials___Special%3A_Anfang_50er%2C_DDR-_Umbau%2FEigenbau-Superhets___Weltfunk-_Phonotruhe_bei_www.radiotruhe.de

kannst du so einen Schrank bei mir abholen, nur für Schellack Platten und mit Filius UKW Einbau Super UKV 841E.

Rolf
Das ist auch ein sehr schönes Gerät, ich glaube sowas würde ich mir in die erste Wohnung ins Wohnzimmer stellen. Das passt auch optisch gut zu meinem TOPAS Tonbandgerät.
Was mir an den Geräten gefällt ist die Holzoptik, und dass es fast wie ein Möbelstück aussieht. Ich hatte neulich so eine Restauration von einer Ducati Radiotruhe gesehen, das Gerät erinnert mich daran:


Grüße Roman
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24.11.2025 07:23 #90513
Hallo Romi,
das ist nicht Holzoptik, das ist Holz. ;)

Die grässlichen Schichtstoffplatten setzten sich erst in den 60-ern und 70-ern durch.

Grüße - R.
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Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
24.11.2025 10:35 #90514
Ja da hast du recht. Wie ist eigentlich so die Klangqualität bei fremderregten Lautsprechern? Gibt es da große Unterschiede zu permanentmagnetischen Lautsprechern?

Grüße Roman
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24.11.2025 11:20 #90515
Die klingen grundsätzlich genauso.

Etwas problematisch ist der übliche Einsatz des Elektromagneten als Siebdrossel. Insbesondere, wenn der Ladeelko eine niedrige Kapazität hat ist ein mehr oder minder störendes Brummen zu vernehmen.

Durch Vergrößern des Ladeelkos (dabei bitte unbedingt den Grenzwert aus dem Datenblatt der GR-Röhre einhalten!) und/oder Umbau der Siebkette lässt sich das aber minimieren. Umbau z. B. mit zusätzlichem, nicht zu hohen Siebwiderstand (Größenordnung 100 - 220 Ohm mit ein paar Watt Belastbarkeit) und zusätzlichem Siebelko vor der "Lautsprecher-Drossel".

Zuletzt bearbeitet: 24.11.2025 11:25 von OC871

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Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
24.11.2025 20:46 #90522
thecookie17 schrieb:Wie ist eigentlich so die Klangqualität bei fremderregten Lautsprechern? Gibt es da große Unterschiede zu permanentmagnetischen Lautsprechern?

Wie OC schon schrieb, nein, da gibt es keine signifikanten Unterschiede. Klang ist eh subjektiv, man sagt den fremderregten aber mitunter eine etwas
schlechtere Qualität bei der Übertragung nach, wobei ich das nicht bestätigen könnte. Habe das aber natürlich auch nicht studiomäßig verglichen/erforscht.
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Beste Grüße
Audi
24.11.2025 20:53 #90523
Rolf gibt es zu dieser Radiotruhe auch einen Schaltplan? Im Internet findet man nichts...
Der Lautsprecher sieht auf den Bildern von der Seite die du geschickt hast nach einem Sachsenwerk-Lautsprecher aus. Genau erkennen kann ich das aber nicht.
Grüße Roman

Zuletzt bearbeitet: 24.11.2025 21:00 von thecookie17

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25.11.2025 08:49 #90524
Vermutlich handelt es sich bei dem Chassis um einen Bausatz. Hier einige Anhaltspunkte (anderer Bausatz!):

www.radiomuseum.org/forum/weltfunk2_weltfunk_bausatz.html

Die Schaltung entspricht wahrscheinlich den Nachkriegs-"Einheitssupern" mit 4 oder 5 Röhren (die fünfte war das optionale magische Auge) wie z. B. 4E62.

Von Rema gab es den "Sessel-Phonosuper SP100", dort erkenne ich Ähnlichkeiten.

www.radiomuseum.org/r/rema_sesselfono_super.html

Für die UKW-Erweiterung "Filius" ist der Schaltplan verfügbar:

www.geschichte-des-funkwesens.de/geraete/ADAP501.php

Der "A" war die Filius-Variante in eigenem Gehäuse und mit eigenem Netzteil.

Grüße R.

Zuletzt bearbeitet: 25.11.2025 08:54 von OC871

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Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
25.11.2025 10:03 #90525
Ich drehe den Schrank bei Gelegenheit rum und sage dir den Typ, sofern es einen gibt .

Das Radio hat als Röhren ECH11, EBF11 und die ECL11, so wie einen Selengleichrichter.

Filius UKW Teil von Sachsenwerk ECC81, EAA91 und drei EF80, habe ich als Einbau Teil so noch nicht gesehen.

Skala mit UKW Kanal 0 bis 100 und Schalterstellungen am Wellen-schalter UKW-MW-LW-TA

Plattenspieler, Universal Motor für Gleich und Wechselspannung mit Fliehkraft Regelung. MS System mit Stahl Nadel, die man nach zwei Platten Wechseln sollte.

Diese frühen Musik Schränke wurden oft von Möbeltischlereien gebaut und mit verfügbaren Chassis der Industrie oder Handwerks Betrieben bestückt.

Rolf

Zuletzt bearbeitet: 25.11.2025 10:25 von RPF

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25.11.2025 10:21 #90526
Demnach ist auch der AM-Teil ein anderer aus dem Link oben, denn der hat eine AZ11 als Gleichrichter. Die UKW-Erweiterung dort war ohnehin schon eine andere ("Avanti";).
Der Filius scheint eine frühe Version noch mit ECC81 statt 85 zu sein.

Die Radiotruhen-Seite gibt es offenbar nicht mehr. ;(
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25.11.2025 12:16 #90528
Danke Romi. :)

Übrigens wurde dort auch das Weltfunk-Radio angeboten, das anscheinend die Basis von Rolfs Schrank ist

Zuletzt bearbeitet: 25.11.2025 12:21 von OC871

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Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
25.11.2025 12:52 #90529
Es ist ein 4U68 von Stern Radio, sicher auf E Röhren umgebaut, oder so als Wechselstrom Gerät produziert.

Skala, Wellenbereiche und UKW Vorbereitung stimmen mit den 4U68 überein

Einen 4E68 habe ich im Internet nicht gefunden.

Rolf
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25.11.2025 14:41 #90530
Dann ist es aber ein anderer Schrank als der, den du verlinkt hast Rolf. In dem Link ist von einem Weltfunk-Super die Rede und das Logo auf der Skala auf dem unscharfen Bild ist auch das Weltfunk-Logo zu erkennen.

Das UKW-Teil passt zudem nicht und das Chassis vom 4U67/68 sieht anders aus.

Grüße R.

Zuletzt bearbeitet: 25.11.2025 14:49 von OC871

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25.11.2025 15:05 #90531
Interessant, der Stern Musikschrank sieht dem Weltfunk nämlich sehr ähnlich. Ich finde den auch nur als Allstromgerät was eine Einspeisung von externen NF Signalen mittels Übertrager natürlich obligatorisch macht.

Grüße Roman
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25.11.2025 16:23 #90533
Womöglich das gleiche Möbelstück, nur anders bestückt.

Die Magnetsysteme hatten damals ohnehin alle einen Übertrager wegen ihrer im Vergleich zu den Kristallabtastern geringen Ausgangsspannung.
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